Ensemble Taktlos begeistert beim Sommerkonzert

Monatelang hatten sie sich für diesen Auftritt vorbereitet, Woche für Woche geprobt und verfeinert. Und für das Ergebnis gab es die Belohnung in Form von Standing Ovations durch das Publikum: Das Sommerkonzert des „Ensemble Taktlos“ begeisterte die Zuhörer in der vollbesetzten Pfarrkirche mit einem bunten Blumenstrauß an symphonischer Blasmusik, von Rock und Pop über Klassik bis hin zu Highlights der Filmmusik.

Unter der Leitung von Judith Beifuß, zuletzt als Mezzosopran an der Oper Frankfurt, und Co-Dirigent Michael Hümpfner ist das Ensemble unter dem Dach des Musikvereins Estenfeld mittlerweile auf ein stattliches, über 30-köpfiges Orchester angewachsen. Was sie alle teilen, ist die Freude am gemeinsamen Musikmachen, auch wenn etliche erst in späten Jahren ihr Instrument erlernt haben oder länger pausiert hatten. Umso bemerkenswerter, welches Niveau die Hobbymusiker bei ihrem Konzert erneut hingelegt haben, garniert durch das besondere Schmankerl eines Gesangsstückes – eine Mozart-Arietta mit Profi Judith Beifuß.

Das Konzept, sich mit dem Sommerkonzert in das Pfarrfest einzuklinken, ist auch in diesem Jahr voll aufgegangen. Pünktlich zu Konzertbeginn um 17 Uhr hatte sich die Kirche gefüllt, und im Anschluss hatten die fleißigen Helfer an den Bratwurst-, Kuchen- und Bierständen alle Hände voll zu tun – nur kurzzeitig gestört von einem aufziehenden Sturm und Gewitter. Der guten Laune tat dies keinen Abbruch, viele hatten auf dem Heimweg noch die Konzertmelodien im Ohr und auf den Lippen.

Bekannte Stücke wie die Western-Musik „Moment for Morricone“, ein Medley aus dem Musical „Les Misérables“ oder die Balladen-Legende „A Whiter Shade of Pale“ von Procol Harum wurden vom Publikum ebenso stürmisch beklatscht wie das diesjährige Marsch-Stück, der in Russland populäre „Abschied der Slawin“. So war das Konzert auch eine musikalische Weltreise, setzte das Ensemble Taktlos doch als Zugabe mit „Gee, Officer Krupke“ noch ein Stück aus Bernsteins West Side Story drauf.

Nicht nur der Applaus für das Konzert fiel üppig aus, auch die Spendenkörbchen an den Ausgängen wurden von den Besuchern großzügig bestückt. So kann das Orchester wieder eine schöne Summe für einen guten Zweck spenden – diesmal geht das Geld an ein Klinikprojekt in Nepal.

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